Den Artikel „SPD lehnt Nordtangente ab“ haben wir – die Freien Wähler – mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen. Diese Fraktion scheint innerhalb ihrer Reihen nicht einig zu sein. Im Ausschuss für Umwelt und Technik wird zugestimmt, im Gemeinderat wird abgelehnt – was ist das für ein ambivalentes Verhalten?

De facto lässt sich feststellen: In Hemmingen existiert, insbesondere im Bereich der Münchinger- bzw. Hauptstrasse, ein erheblicher Verkehr, welcher minimiert werden muss. Emotionales Geplänkel, welches aufrühren soll, bringt keinem Hemminger Bürger Entlastung. Man sollte sich an vorliegende Fakten halten: Der Verkehrsplaner Herr Prof. Mauermeier weist in seinen Gutachten und Vorträgen wiederholt darauf hin, dass die Nordrandstrasse in Verbindung mit den Ortsumfahrungen anderer Nachbargemeinden, der einzig sinnvolle Weg einer Verkehrsentlastung für Hemmingen ist. Wenn in Hemmingen Gemeinderäte einer Fraktion der Meinung sind, über kompetentere Aussagen als der Verkehrsplaner zu verfügen, mag dies in deren Sinne in Ordnung sein. Für uns zählen allerdings die Fakten eines Experten, welche eindeutig für die Nordrandstraße sprechen. Wer eine Südumgehung im Bereich des Kaisersteins befürwortet, zerstört ein Hemminger Naherholungsgebiet. Des weiteren bestünden hier dann zukünftig 2 parallele Strassen – die Schöckinger Umgehungsstrasse sowie die Hemminger Südumgehung – was laut Herrn Professor Mauermeier keine merkliche Verkehrsentlastung für den Ort bedeuten würde. Dies kann nicht Sinn und Zweck einer Umgehungsstrasse sein.

Wenn die zitierte Fraktion weiteren Diskussionsbedarf anzumelden hat, so scheint dies für uns nach vier Jahren Diskussion keine überzeugende Maßnahme zu sein – irgendwann sollte man handeln, um zu verhindern, dass man sich ewig im Kreis dreht und nicht weiter kommt. Dies scheint für uns vor allem eine Verpflichtung gegenüber den Hemminger Bürgern zu sein, die unter der Situation leiden und einen Änderungsbedarf haben.

Es ist in diesem Kontext wichtiger die ganze Kraft gemeinsam einzusetzen, dass die Heimerdinger Umgehungsstrasse nicht bis an die Strasse Heimerdingen – Hemmingen gebaut wird, sondern an der Strasse Heimerdingen – Hirschlanden endet. Dadurch wird verhindert, dass Verkehr um Heimerdingen in Richtung Hemmingen direkt fließt, da man dem auswärtigen Autofahrer auf diese Weise die Bürde aufzwingt in den Ort Heimerdingen zurückzufahren, um nach und durch Hemmingen zu kommen. Diese Barriere wird viele Fahrer nach einer anderen Lösung suchen lassen. Diese Maßnahme führt zu der verständlicherweise geforderten Minimierung des Durchgangsverkehrs in Hemmingen. Ausgehend von den Ergebnissen des Verkehrsplaners Herrn Prof. Mauermeier, welcher sich als Experte auf diesem Fachgebiet mit der Situation in unserem Ort lange beschäftigt hat, geht es hier nicht um irgendwelche emotionalen oder parteiimmanenten Entscheidungen, sondern um eine rationale Lösungsfindung.
Ziel muss demzufolge sein:

  1. die komplette Nordrandstrasse, um den eigenen Hemminger Verkehr zu verteilen bzw. zu dezentralisieren.
  2. Die Verlängerung der Heimerdinger Umgehung bis in Richtung Heimerdingen – Hemmingen zu verhindern um den Durchgangsverkehr schon vor Hemmingen abfließen zu lassen.
  3. Innerörtliche Maßnahme zur Erschwerung des Durchgangs verkehres.

Jetzt haben wir die Chance dies teilweise zum Wohle von Hemmingen zu verwirklichen – wir fordern alle Parteien auf, diese gemeinsam zu nutzen.

Für die Freien Wähler

J. Haspel


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