Bei unserer Versammlung im GSV-Clubhaus hielt Herr Häge, Mitarbeiter der EnBW einen Vortrag über den künftigen Beetrieb der Stromnetze.

Derzeit hat die Gemeinde Hemmingen die Konzession zum Betreiben eines Stromnetzes an die EnBW vergeben. Dafür erhält Hemmingen von der EnBW 1,3 Cts pro kWh , das heißt insgesamt knapp 200000 € im Jahr. Mit dem Konzessionsvertrag wird nur der Betrieb des Stromnetzes, jedoch nicht die Wahl des Stromlieferanten und die Art der Stromerzeugung geregelt. Dieser Vertrag läuft zum 31.12.2012 aus.

Hemmingen hat nun 3 Möglichkeiten für den Weiterbetrieb des Stromnetzes:

1. Möglichkeit: Fortsetzung des Bisherigen, d.h. Abschluss eines neuen Konzessionsvertrags mit der EnBW für weitere 20 Jahre.

Vorteil: Damit wäre eine relativ geringe, aber feste Einnahmequelle für die nächsten 2 Jahrzehnte gesichert.

2. Möglichkeit: Zusammenschluss mit anderen Kommunen zu einer Netzgesellschaft, die einen Teil des Stromnetzes von der EnBW kauft; der restliche Teil verbleibt bei der EnBw. Das gesamte Netz wird von der EnBw und der Netzgesellschaft der Kommunen gemeinsam betrieben.

Vorteil: Konstante Einnahmen für die Gemeinde bei gerinngem unternehmerischem Risiko.

3. Möglichkeit: Erwerb des kompletten Netzes für ca. 2,5 – 3 Millionen € und Betrieb desselben im Alleingang oder im Rahmen einer Netzgesellschaft in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen oder mit einem bestehenden Stadtwerk.

Vorteil: höhere Einnahmen durch das Netzentgeld, das die Stromlieferanten für die Durchleitung des Stroms an den Netzbesitzer abführen müssen.

Nachteile: Der Betreiber muss Versorgungssicherheit gewährleisten. Für Instandhaltung, Wartung und die Behebung von Störungen ist qualifiziertes Personal nötig. Für Zukunftsinvestitionen wie z.B. das intelligente Stromnetz wird Kapital gebraucht. Sämtliche Risiken (z.B. Schäden durch Naturkatastrophen) muss der Betreiber übernehmen.

Herrn Häges Vortrag war informativ, sachlich und objektiv. Wir bedanken uns dafür.

Im zweiten Teil des Abends erläuterte uns Herr Etzel die Eckdaten des Haushaltsentwurfs 2011.

Der dritte Tagesordnungspunkt – Diskusssion über das Proojekt Stuttgart 21 – beschränkte sich auf einige Statements von Projektbefürwortern. Eine kontroverse Diskussion kam leider nicht zustande, da keine Projektgegner anwesend waren.

Für die Freien Wähler:

Günter Ramsaier


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