Ein Stuhl mit drei Beinen steht felsenfest!

Genauso ist es mit einem System, das von drei Säulen getragen wird.

Eine solche Situation haben wir bei unserer Schule. Das reibungslose Zusammenspiel von Schulleitung, Lehrer und Gemeinde garantieren eine gute Ausbildung der Schüler. Bringt eine der Säulen nur reduzierte Leistung, dann läuft es im ganzen System nicht mehr rund.

Die ersten beiden Säulen werden vom Land getragen und derzeit sogar ausgebaut.

Die Gemeinde ist für die dritte Säule zuständig. Wir kümmern uns darum, dass ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, dass die Ausstattung perfekt ist und dass Hausmeister und Reinigungspersonal für Sauberkeit und Ordnung sorgen.

Der Gemeinderat hat in der vergangenen Sitzung beschlossen, gerade diese Säule auszuhöhlen, ja geradezu zu abzusägen.

Die Mehrheit des Gremiums will einen Gebäudeteil mit 8 Klassenzimmern einer anderen Verwendung zuführen.

Damit die Schmerzen für die Schule nicht zu groß werden, sollen 2 oder 3 Räume an den Bau 1 angehängt werden.

Was wird dadurch erreicht?

Ø Der Schule stehen 5 bzw. 6 Räume auf jeden Fall ein ganzer Bau weniger zur Verfügung.

Ø Diesem Konzept fallen einige hundert Quadratmeter Schulhof zum Opfer.

Ø Im Gegenzug zieht ein Kindergarten in ein funktionierendes Schulgebäude ein und benötigt natürlich weitere Schulhofflächen, die den Schülern dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Was schafft man dadurch?

Provisorien, zumindest nicht wirklich optimale Konditionen, sowohl für die Schule als auch für den Kindergarten.

Provisorien, die aber richtig Geld kosten: 650 000 Euro für 3 neue Klassenzimmer und 200 000 Euro für den Umbau von Bau 5 zu einem Kindergarten. Dieser Betrag wird von uns Freien Wählern stark angezweifelt, da wir uns nicht vorstellen können, dass für dieses Geld Gebäude und Hoffläche kleinkindgerecht umgebaut werden können. Wir haben deshalb zu diesem Thema auch einen Antrag gestellt. (Mehr dazu unter: https://hemmingen.freiewaehler.de/)

Es ist sicher unbestritten, dass ein neu gebauter Kindergarten (Kosten ca. 1,45 Millionen Euro) bessere Bedingungen für die Kinder und ihre Erzieherinnen bietet, als ein umgebautes Schulgebäude. Ähnliches gilt für die geplanten neuen Klassenzimmer, die ja an das Grundschulgebäude angehängt werden sollen.

Ein Argument für diese Ergebnis ist die demographische Entwicklung, die einen Rückgang der Schülerzahlen voraussagt. Dies gilt allerdings derzeit und auch in den nächsten Jahren nicht für Hemmingen.

Wie fast immer ist jedoch das Hauptargument für die Befürworter dieser Lösung das liebe Geld!

Werden diese Änderungen Wirklichkeit, setzt man also die vorher erwähnten Einschränkungen um, wären – laut Verwaltungsvorlage – Einsparungen in Höhe von ca. 600 000 Euro möglich, die allerdings nicht nur von uns Freien Wählern stark angezweifelt werden.

Dies vor dem Hintergrund von ca. 22 Millionen Euro in der Rücklage.

Die große Mehrheit unserer Fraktion spricht sich gegen den Einzug des Kindergartens Seestraße in den Bau 5 der Schule aus.

Wir wollen, dass der Kindergarten Seestraße ein neues Gebäude erhält!

Was spricht für diese Lösung?

Ø Wir schaffen keine Provisorien.

Ø Die Schule kann ihre pädagogischen Konzepte weiterhin uneingeschränkt umsetzen.

Ø Wir halten die drei Säulen stabil.

Ø Wir demonstrieren, dass wir die sächlichen Voraussetzungen für zehn Jahrgangsstufen in Hemmingen erhalten wollen, dass wir also unseren Hemminger Kindern die Chance erhalten, ihren mittleren Bildungsabschluss in Hemmingen zu erwerben.

Für die Fraktion der Freien Wähler

im Sinne von „Hemmingen geht uns alle an!“

Wolfgang Gerlach


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