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Jahresrückblick Teil 2

Im letzten Mitteilungsblatt gab ich Ihnen einen kleinen Rückblick auf unser Vereinsleben.
Heute nun erfolgt ein „kleiner“ Jahresrückblick aus Sicht der Freien Wähler zur Kommunalpolitik.
Begonnen hat das Jahr mit einem Thema, welches im Gemeinderat aber auch bei unseren monatlichen Treffen sehr emotional diskutiert wurde: Die Neufestsetzung der Bestattungsgebühren.
Nachdem man in mehreren Sitzungen das Thema behandelt hat, hat der Gemeinderat  am 30. April einer gemäßigten Erhöhung zugestimmt. Mit der neuen Kalkulation erreichen wir jetzt einen Deckungsgrad bei den Bestattungskosten von ca. 33,5%.
Trotz eines Deckungsbeitrags von nur 33,5 % sind die Bestattungskosten stark gestiegen. Aber mit diesen Einnahmen werden nur die laufenden Kosten des Friedhofs gedeckt.
Zu dem Thema Friedhof gab es von uns Freien Wähler den Antrag, dass Grabsteine aus Kinderhand in Hemmingen nicht erlaubt sind. Die Steinmetze müssen nun nachweisen, dass ihre Grabsteine aus fairem Handel stammen und nicht mit Kinderarbeit hergestellt wurden.
Im März wurde der Gemeindeentwicklungsplan 2030 beschlossen. Aufbauend auf den Ergebnissen von Haushaltsbefragung und Bürgerwerkstätten wurden Leitsätze entwickelt, welche bei der weiteren Gemeindeentwicklung als Anhaltspunkt dienen und in die zukünftigen Planungen mit einfließen.
Bereits in 2012 wurde die Zusammenführung der Haupt-Werkrealschule mit der Realschule in Schwieberdingen zu einer Gemeinschaftsschule beschlossen .
 Aus diesem Grund hat der Gemeinderat im März die sukzessive Auflösung der Werkrealschulzweigs der Hemminger Schule zugestimmt
Im September ging unsere Gemeinschaftsschule mit Schwieberdingen unter dem Namen „Glemstalschule Schwieberdingen-Hemmingen“ an den Start.
Die erste Akzeptanz dieser neuen Schulart war ganz gut. Und ich denke, nach dem ganzen Durcheinander zu Beginn der Grün-Roten Landesregierung in Sachen Schulpolitik, sind wir auf einem guten Weg.
Neu an den Start ging auch unser Kinderhaus an der Eberdinger Straße. Der Kindergarten Seestraße ist in das Gebäude eingezogen und kann sich nun unter optimalen Bedingungen der Kinderbetreuung widmen.
Hier gab es von uns Freien Wählern den Antrag, die Parkplatzsituation neu zu überplanen und den Viehweg so zu gestalten, dass dieser auch sicher von den Kindern genutzt werden kann.
Ein Thema welches auch sehr emotional besetzt war und den Gemeinderat schon länger beschäftigt hat, sind die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen am Familien,- und Freizeitplatz. Nachdem im letzten Jahr eine Beschilderung mit dem Hinweis auf spielende Kinder beschlossen wurde, gab es jetzt einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, auf den Einbau von 2 Schwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich des Freizeitplatz.
Auch ein Verkehrsthema ist die Nebenbahn.
Hier gab es das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Strecke zwischen Hemmingen und Heimerdingen.
Die Gemeinde hat hier zu verschiedenen Punkten Ihre Bedenken geäußert.
Aber es gibt doch ein paar verwunderliche Vorschriften und Bestandsgarantien.
So muss zum Ausgleich bei der Änderung des Kurvenverlaufs im Wald für eine Fläche von 4.000m ² ein Ausgleich von der doppelten Fläche geleistet werden. Ein für mich viel schwerwiegender Punkt ist allerdings, dass die Bahn im Bereich der Erwin-Rommel Str. mit 80 km/h durchbrausen kann. Wenn hier von Seiten des Zweckverbandes zur Sicherung des Schulwegs keine Lösung gefunden wird, muss sich die Gemeinde selbst damit befassen und evtl. auch die Kosten in Eigenregie tragen.
Den Bahnübergang Hutzele wollte die CDU mit einem Antrag noch retten, und brachte Bedenken der Landwirtschaft vor, obwohl sie bereits 2011 der Schließung zugestimmt hat. Dieser Antrag wurde allerdings mehrheitlich aus Kostengründen abgelehnt.
Und nochmals zum Thema Verkehr.
Seit dem 1. November befindet sich Hemmingen in der Umweltzone Leonberg und Umgebung.
Das heißt, es dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Umweltplakete durch Hemmingen fahren.
Über die Sinnhaftigkeit und den Nutzen dieser Maßnahme kann man sich vortrefflich streiten.
Einen größeren Beitrag und Nutzen für die Anwohner ist aber die seit kurzem gültige Höchstgeschwindigkeit von 30/km in diesem Bereich.
Passend zum Thema Umweltbelastung, hat sich die Gemeinde dazu entschieden, sich mit einem Teil der gemeindeeigenen Gebäude an das Fernwärmenetz der Naturenergie Glemstal anzuschließen. Dies ist auch ein Beitrag Hemmingens zur CO² Reduzierung.
Zum zweiten Mal an den Start geht unser Baugebiet Hälde. Nachdem die Nordrandstraße leider wegfällt,wurde es nötig, den Bebauungsplan nochmals zu überarbeiten. Der erste Beschluss wurde bereits 2008 gefasst. Ich hoffe doch, dass wir es in Hemmingen schaffen, das Baugebiet noch in diesem Jahrzehnt endlich beginnen können. Der Bedarf ist vorhanden.
Es gab noch einiges mehr an Themen, welche dieses Jahr im Gemeinderat und den Ausschüssen beraten und auch entschieden wurden.
Sei es das Totholzkonzept im Wald, der Kauf unserer Straßenbeleuchtung, die Sprachförderung in Kiga und Schule oder auch die Nutzungsordnung im Bürgertreff. Ich denke die wichtigsten Punkte, oder auch erwähnenswerten habe ich angesprochen.
Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, dürfen Sie sich gerne an ihre Gemeinderäte der Freien Wähler wenden. Oder schauen Sie doch mal auf unsere Homepage : www.hemmingen.freiewaehler.de
Wir wünsche Ihnen allen ein wunderschönes  Weihnachtsfest und ein tolles neues Jahr.
Joachim Schäufelin