Dieses BBPlan-Verfahren war ein Musterbeispiel für direkte Bürgerbeteiligung ohne Initiierung eines Bürgerbegehrens oder eines Bürgerentscheides. Die Betroffenen wurden frühzeitig informiert und zur Meinungsäußerung aufgefordert. Sie brachten ihre Sorgen und Nöte in mündlicher und schriftlicher Form bei der Verwaltung vor – aber eben auch bei den gewählten Gemeinderäten. Wir mussten dann zwischen den Interessen der Anlieger und den Erfordernissen beim endgültigen Ausbau von Straßen abwägen.
Wir sind sicher, dass es uns mit viel Überzeugungsarbeit gegenüber den Planern gelungen ist, einen Kompromiss zu erzielen, in dem sowohl die Wünsche und Anregungen der Anlieger zu finden sind, mit dem aber auch die künftigen Nutzer der Straße leben können.

  • Eine Straßenbreite von 5,50 m ist nötig, damit der Begegnungsverkehr gewährleistet werden kann, damit ist auch das Parken auf der Straße möglich – man muss also sein Auto nicht auf dem Gehweg abstellen,
  • Ein beidseitiges Schrammbord mit jeweils 50 cm Breite wäre der absolute Luxus gewesen und hätte die Kosten unnötig in die Höhe getrieben,
  • Ein Gehweg mit 1,30 m Breite ist gerade noch ausreichend für eine Straße, an der zukünftig vielleicht maximal 150 Menschen leben werden,
  • Schwierig war die Entscheidung über die Lage dieses Gehweges. Nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile haben wir uns für die südliche Variante ausgesprochen, da die Nutzer hierbei nur die Hochdorfer Straße queren müssen, um zum Bahnhof zu kommen.

Immer wieder wurden wir Gemeinderäte auch mit der Frage konfrontiert, warum wir die Eisenbahnstraße überhaupt ausbauen wollen.
Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Wir sind der Überzeugung, dass mit der Verwirklichung dieses Planes, das Wohngebiet Hälde sowohl optisch als auch praktisch an den nördlichen Teil unseres Ortes angeschlossen wird. Praktisch deshalb, weil es für Fußgänger und Radfahrer außer über die Schlossgartenstraße eine zweite dauerhafte Anbindung an den Ort geben wird – nicht aber für Autofahrer. Für sie ist der Weg zwischen Hälde und Eisenbahnstraße durch zwei Poller unterbrochen. Diese werden nur im Notfall für Feuerwehr, Polizei oder Krankenwagen umgelegt.
Eine logische Folgerung unserer heutigen Entscheidung ist, dass auch der Gröninger Weg bis zur Hochdorfer Straße zeitnah ausgebaut wird. Zeitnah bedeutet hier, dass nach Abschluss des Projektes Eisenbahnstraße der Gröninger Weg in Angriff genommen wird.
Wir freuen uns, dass wir mit der heutigen Entscheidung eine weitere Aufgabe auf die Zielgerade gebracht haben. Damit können wir unsere Aufmerksamkeit auf Themen richten, die derzeit bereits am Laufen sind oder aber in den Startlöchern stehen.

Wolfgang Gerlach


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    • 16.03.2019
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