Die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer liegt allen im Hemminger Rat vertretenen Fraktionen am Herzen. Deshalb wurde auch vor ca. zwei Jahren in einem interfraktionellen Antrag beantragt, einen Fahrradwegeplan für ganz Hemmingen zu erstellen und die vorgeschlagenen Wege dann letztendlich auch auszuschildern.

Das vom Gemeinderat beauftragte Planungsbüro hat nun – unter tatkräftiger Mithilfe vieler Bürgerinnen und Bürger – ein Radroutenkonzept erstellt und dieses am vergangenen Dienstag den Mitgliedern des AUT vorgestellt.

Insgeheim hatten wir die Hoffnung, dass die Damen und Herren des Büros für unsere Ortsdurchfahrt die eierlegende Wollmilchsau entdecken. Leider mussten wir an diesem Abend zum wiederholten Mal feststellen, dass es diese nicht gibt.

Als wichtigstes Ergebnis dieses Konzepts ist festzustellen, dass es für Radfahrende auf der Hauptstraße und der Münchinger Straße keinen sicheren Weg gibt. Es gibt keine Möglichkeit, Schutzstreifen oder gar Radfahrstreifen einzurichten, dazu sind die Straßen einerseits zu schmal und andererseits herrscht auf diesen Abschnitten viel zu viel Verkehr.

Auch die Kombination von Gehweg und Radweg ist nicht durchgehend umsetzbar, und es macht keinen Sinn, dies auf einem kurzen Abschnitt zu ermöglichen, um nachher wieder ungeschützt auf der Straße fahren zu müssen.

Was bleibt also, um in Hemmingen mit dem Fahrrad von Ost nach West und von Nord nach Süd zu kommen. Dazu hat das Büro – in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft – Ideen entwickelt und diese in einem Radroutenkonzept (siehe Bild) zusammengestellt.

In grüner Farbe (bzw. etwas dicker) sind die Hauptrouten und in blauer Farbe (bzw. etwas dünner) sind die Nebenrouten dargestellt. Die Kreise mit den Nummern 1 bis 8 sind neuralgischen Punkte, wobei der schwierigste Fall sicherlich die Ecke Heimerdinger, Neue und Alte Schöckinger, Hirsch- und Hauptstraße (Nummer 2) ist. Das Büro wurde vom AUT beauftragt, sich über eine Verbesserung der Situation an dieser Stelle nochmals intensiv Gedanken zu machen.

Zu einigen anderen kritischen Stellen (1, 3, 4, 6 und 7) kamen Verbesserungsvorschläge aus der Mitte des Gremiums. So wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass man bereits existierende Querungshilfen, Zebrastreifen oder Fußgängerampeln nutzen kann, um die Straßenseite wechseln.

Aber Achtung: Zebrastreifen und Fußgängerampel dürfen nur als Fußgänger benutzt werden, das bedeutet für die Radelnden: Absteigen und schieben! Ebenso ist das Radfahren auf dem Gehweg ausschließlich für Kinder bis zu einem Alter von maximal 10 Jahren erlaubt. Für alle anderen, die älter als 10 Jahre sind, ist das Radfahren auf dem Gehweg verboten!!!

Wie geht es nun weiter? Die Planungsgruppe SSW verarbeitet die Ideen aus dem Gremium und macht sich Gedanken über eine Lösung für die Stelle 2, danach wird das Konzept wieder dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgestellt. Nach dieser werden die Routen durch spezielle Hinweisschilder ausgezeichnet.

Die Unterlagen zu diesem Thema finden Sie unter diesem Link: https://service.hemmingen.de/bi/getfile.php?id=21598&type=do

Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, weitere Anregungen dazu haben, lassen Sie uns das wissen. Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen, wir freuen uns über jeden sinnvollen Vorschlag.

Für die Freien Wähler Hemmingen

Wolfgang Gerlach



 


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