Nachdem wir schon andere Zeiten erlebt haben, sind wir heute sehr dankbar und zufrieden mit dem uns vorliegenden Ergebnis der Schulsanierung und -erweiterung. Diese werden wir heute mit der Mandatierung des Bürgermeisters für die Vergabe durch die Verbandsversammlung am kommenden Montag, 04.10.2021 beschließen.

Gut Ding will Weile haben… nachdem 2015 damit begonnen wurde, die in die Jahre gekommene Bausubstanz der Schule im Hinblick auf die Sanierung, sowie Erweiterungsmöglichkeiten durch den gestiegenen Raumbedarf nach erfolgter Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule zu prüfen, legen wir mit der Vergabe am 04.10.2021 den Endspurt fest. Die Zielgerade werden wir laut Plan mit dem Bezug der neuen Schule bereits im April/Mai 2024 erreichen – anstatt wie ursprünglich vorgesehen gut ein Jahr später zum Schuljahresbeginn 2025/26.

Seit der Umwandlung der ehemaligen Realschule in eine Gemeinschaftsschule blicken wir auf bewegte und turbulente Zeiten zurück.
So war die Schule einst Spielball von Ideologien der ehemaligen Schulleitung und ihres Vorgängers im Hinblick auf die Einrichtung einer Oberstufe und einer Mehrheit unserer Räte, die das für die Kommune (insbesondere finanziell) nicht für leistbar und gegenüber der Allgemeinheit für nicht vertretbar hielten.

Nach der Entscheidung gegen die Einrichtung einer Oberstufe, stiegen wir in die Machbarkeitsstudie zur Sanierung und Erweiterung mit Drees & Sommer unter Einbezug aller Beteiligten (Verwaltung, Schulleitung, Lehrerschaft, Schülerschaft und Gemeinderat) ein.

Es wurden Projektgruppen mit den Vertretern gebildet, die den Rahmen für die Vergabe – also die Anforderungen für den täglichen Schulbetrieb – erarbeiteten und später auf den festgelegten Kostendeckel von 23 Mio. € anpassten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es wird für alle Beteiligten eine gute funktionale Schule – zugeschnitten auf die Bedürfnisse einer Gemeinschaftsschule – entstehen.

Visualisierung Eingangssituation

Dass kurz darauf der festgelegte Kostendeckel um 390 Tsd. Euro erhöht wurde, um alle Klassenzimmer mit Waschbecken und Warmwasseranschlüssen auszustatten begrüßen wir.

Davon wurde zuerst im Zuge des Kosteneinsparungsverfahrens abgesehen, da man dies für nicht so erforderlich hielt. Doch mit dem Beginn der Corona-Pandemie wurde dies, speziell auch wegen der Handhygiene, nochmals rechtzeitig überdacht und in die Anforderungen mit aufgenommen.

Wir stimmen dem Angebot mit der Option eines Verbindungssteges, den wir für das Gesamtkonzept als wichtiges Element sehen und der Option der Zusatzinvestition auf den Energiestandard EG40 zu.

Die Erhöhung der Gesamtkosten um 650 Tsd. Euro, die maßgeblich dadurch entstehen, machen sich im Verhältnis zum Nutzen und zum Gesamtkonzept der Schule bezahlt.

Zudem sichert uns der höhere Energiestandard abzüglich der Mehrkosten eine rund 320 Tsd. Euro höhere Förderung.

Alles in Allem können wir mit den nun ausgewiesenen Gesamtprojektkosten von rd. 23,9 Mio. Euro den ursprünglichen Kostendeckel von knapp 23,4 Mio. Euro doch nahezu halten.

Auch, wenn uns bewusst ist, dass uns dies nur durch die Förderungen in Höhe von rd. 4,1 Mio. Euro gelingt – und zumindest ein großer Teil davon als Mehrkosten gewertet werden müssten, da diese Förderungen damals so nicht mit eingerechnet waren.

Doch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass wir seit der Pandemie auf den Rohstoffmärkten durch unterbrochene Lieferketten und entstandenen Engpässen enorme Preissteigerungen erleben, die sich in fast allen Bereichen bemerkbar machen, können wir das so akzeptieren.

Mit dem im Oktober 2019 beschlossenen Abwicklungsverfahren „Planen + Bauen“ haben wir uns glücklicherweise für ein Verfahren entschieden, das uns die größtmögliche Kostensicherheit gibt.

Dass wir diesen Beschluss heute mit einem guten Gefühl und Gewissen fassen können, liegt zu einem ganz erheblichen Teil an der neuen Schulleitung.
Die gute und konstruktive Zusammenarbeit der Schulleitung mit dem Schulträger (also mit der Verwaltung und auch uns Gemeinderäten) macht dies möglich.
Wie schon eingangs erwähnt, haben wir schon andere Zeiten erlebt.
Daher auch nochmals unseren ausdrücklichen Dank an Frau Benner und Frau Noller. Ich denke wir wissen das alle sehr zu schätzen.

Unser Dank gilt auch allen Beteiligten der Verwaltung beider Gemeinden.

Momentan scheint die Schule nach den aktuellen Schülerzahlen doch sehr großzügig geplant zu sein – wir hoffen, dass wir die Räume, spätestens mit Fertigstellung der Schule durch den entsprechenden Mehr-Zulauf an Schülern beleben werden können und die Schule wieder eine stabile Vierzügigkeit erreicht.

Freie Wähler
Sabine Waldenmaier



 


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