100 Tage Bürgermeister Schäfer – wie hat er diese
eigentlich selbst so erlebt!?

Nachdem wir in der letzten Ausgabe von „Hemmingen Aktuell“ schon einige interessante Dinge über unseren neuen Bürgermeister erfahren durften, geht es im zweiten Teil – wie bereits angekündigt – neben Negativererfahrungen hauptsächlich um seine Vorstellungen von „Kultur“ sowie den Privatmann Thomas Schäfer.
Wirklich negative Erfahrungen, die man auch als solche bezeichnen kann, hat unser Schultes nach eigener Aussage bislang eigentlich keine gemacht. Denn nicht einmal der Gemeinderat hat – wie er mit trockenem Humor bemerkte – bislang geschlossen den Saal verlassen, was in anderen Gemeinden im weiteren Umkreis durchaus schon vorgekommen ist!
Herr Schäfer war durch seine Arbeit als Hauptamtsleiter in Asperg zweifelsohne sehr gut vorbereitet, möchte aber definitiv seinen eigenen unverkennbaren Weg gehen und die dortige Arbeit nicht einfach kopieren. Er will das ihm entgegengebrachte Vertrauen unmittelbar zurückgeben und hat hier auch ganz konkrete Vorstellungen. Unser Bürgermeister hält daher auch nichts von verstaubtem Honoratiorendenken, wie es in Hemmingen ohnehin nicht bekannt war. Er plädiert vielmehr für eine – wie er es beschreibt – „Anerkennungskultur“, also eine Art „Kultur der Wertschätzung“, die sich in ganz verschiedenen Facetten zeigt. Diese reicht von Gesten wie einem Schokohasen zu Ostern für die fleißigen Bienen im Rathaus über den Umgang mit Bürgern und deren Anliegen bis hin zur Gestaltung und Leitung der Sitzungen der verschiedenen Gremien. Hier möchte Herr Schäfer zwar mittelfristig unmissverständlich die „Hausmeinung“ deutlich machen, aber auch wie gewohnt die jeweiligen Sachbearbeiter intensiv in die Thematik einbeziehen und entsprechend zu Wort kommen lassen. Er wolle die Richtung angeben und auch die Schlagzahl bestimmen (woran auch er sich nach eigener Aussage erst ein wenig gewöhnen musste), sich aber nicht unnötig dort in den Vordergrund drängen, wo es nicht angebracht ist. Er sieht seine Rolle grundsätzlich als Mittler zwischen den verschiedenen Interessensgruppen und als Weichensteller für eine lebenswerte Zukunft Hemmingens. Und das Rathaus – ja das hat es ihm doch schwer angetan! Denn er empfindet es stets aufs Neue als etwas Besonderes, als ein Privileg, in einem ehemaligen Schloss arbeiten zu dürfen, was ihm auch täglich bewusst wird. Aber bevor es im Umkehrschluss zum allseits bekannten Sprichwort heißt „My castle is my home“, wollen wir mitteilen: Ja – es gibt auch noch den Privatmann Thomas Schäfer!
Auch seinem privaten Umfeld will er für die Unterstützung und den Rückhalt danken, welche er in den langen Wochen des Wahlkampfs und seit seinem Amtsantritt erfahren hat. Er hat zwar etliche Aktivitäten zurückgeschraubt, u.a. auch sein Engagement bei der CDU, der er sich ohnehin nicht in dem Maße verpflichtet fühlt, wie dies manchmal herausgestellt wurde, möchte aber trotz aller Termine und Verpflichtungen noch immer genügend Zeit finden für gute Freunde, eine Runde Rad oder auch das Posaune spielen. Aus diesem Grund hat Thomas Schäfer auch noch seinen angestammten Wohnsitz beibehalten, was sich aber spätestens im nächsten Jahr ändern soll, wenn er sein Versprechen wahr machen und sich in Hemmingen häuslich niederlassen will!
Wir haben im Rahmen des Interviews einen sympathischen, offenen und gleichzeitig durchaus geradlinigen jungen Mann kennengelernt, zu dem uns – ganz im Sinne der Wahlveranstaltungen – natürlich auch ein Zitat über den Weg gelaufen ist, das ihn unserer Meinung nach ausgesprochen gut charakterisiert: „Ein bescheidenes Ich zu werden ist mehr wert als ein großer Jemand.“ (Charles Tschopp)
Wir sind uns sicher, dass Hemmingen nicht nur seinen immer noch recht neuen Bürgermeister weiterhin nach Kräften unterstützen, sondern ihn schon bald genauso herzlich als neuen Einwohner unserer Gemeinde willkommen heißen wird.
Wir wünschen ihm und Hemmingen f ür die Zukunft viel Erfolg und allzeit gutes Gelingen bei den gemeinsamen Anstrengungen, denn – Hemmingen geht uns alle an!

Für die Freien Wähler

Günter Ramsaier, Joachim Schäufelin und Haiko Steckdaub


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